![]() |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Honig
Was ist Honig?Honig ist die Nahrungsreserve des Bienenvolkes für Zeiten mit geringer oder fehlender Tracht, vor allem für den Winter. Nektar und Honigtau sind die Energielieferanten des Bienenvolkes. Sie bestehen hauptsächlich aus Zuckern und Wasser. Leider ist so eine Zuckerlösung schnell verderblich. Die Bienen müssen diesen Vorrat an Kohlenhydraten konservieren, um ihn sicher über den Winter zu bringen. Aus diesem Grund setzen die Bienen Stoffe hinzu und entziehen den Vorräten Wasser. Dies ist ein aufwendiger Prozess, der mehrere Tage dauert und viele Arbeitsschritte umfasst. Aber das Ergebnis ist es wert: gesunder, leckerer Honig. Die Inhaltsstoffe des Honigs stammen somit aus drei Quellen. Dem pflanzlichen Nektar, dem Honigtau und den Stoffen, die Bienen bei der Honigbereitung zusetzen.
Inhaltsstoffe des Honig
Honig hat einen besonders hohen
ernährungsphysiologischen Wert durch die Vielfalt seiner Inhaltsstoffe. Neben Zuckerverbindungen
wurden in Honigen bisher über 180 weitere natürliche Substanzen nachgewiesen: Mineralien, Pollen,
Inhibine, Aromastoffe und zahlreiche andere organische Verbindungen. Sie steuern biologische
Abläufe und unterstützen den Stoffwechsel.
Über die Inhaltststoffe
Zuckerverbindungen: Honig enthält eine komplexe
Mischung verschiedener Kohlenhydrate. Die Zuckerzusammensetzung wird vorwiegend durch die
Pflanzen bestimmt, die von den Bienen aufgesucht werden. Vorherrschende Zucker sind Fruchtzucker
(durchschnittlicher Anteil 38 %) und Traubenzucker (durchschnittlicher Anteil 31 %). Diese beiden
Zucker dienen im menschlichen Körper der Energiegewinnung und Aufrechterhaltung der
Körperfunktionen. Sie fördern in Verbindung mit honigeigenen Wirkstoffen die Kondition und
Konzentration. Das trägt dazu bei, die notwendige Koordination der Organe zu verbessern.
Vitamine: Honig enthält Spuren der Vitamine C, B1, B2, B6, Biotin und Pantothensäure. An einer besseren Zuckerverwertung im Organismus wirkt das im Honig enthaltende Vitamin B1 entscheidend mit, während das Vitamin C einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Eisenausnutzung leistet. Mineralstoffe und Spurenelemente: Im Honig werden die Mineralstoffe Kalium, Magnesium, Calcium sowie die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan und Chrom in unterschiedlichen Mengen gefunden. Während Honigtauhonige meist einen höheren Gehalt an Eisen und Kalium aufweisen, sind Blütenhonige oftmals reicher an Calcium. Die Mineralstoffe Kalium und Magnesium sind sowohl für die Blutdruckregulation als auch für die Steuerung der Muskel- und Nervenfunktionen zuständig. Magnesium kann gemeinsam mit Vitamin B6 Spannungen der Gefäßmuskulatur senken. Im Honig kann Magnesium seine volle Wirkung entfalten, weil gleichzeitig Vitamin B6 vorliegt. Eisen wird für die Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) benötigt. Die Eisenmengen im Honig sind zwar gering, doch wird die Ausnutzung dieses wichtigen Spurenelementes durch die gleichzeitige Anwesenheit von Vitamin C verbessert und der Einbau des Hämoglobin durch das ebenfalls vorliegende Kupfer und die Aminosäure Prolin begünstigt. Mangan wiederum unterstützt die Wirkung von Vitamin B1 und erhöht zusammen mit diesem die Kohlenhydratausnutzung. Das im Honig enthaltene Chrom wirkt regulierend auf den Blutzuckerspiegel. Fermente: Fermente sind Wirkstoffe, die die Bienen dem Honig zusetzen und welche die Umwandlung einer Zuckerart in eine andere bewirken. Noch im Honigglas können sie die Zuckerzusammensetzung verändern und erklären so die Zuckervielfalt des Honigs. Bei der fermentativen Zuckerumwandlung entstehen Stoffe mit antibakterieller Wirkung. Honig ist daher lange haltbar und hat eine lindernde Wirkung bei Infektionen der oberen Luftwege. Aminosäuren: In 100 g Honig sind durchschnittlich 100 mg freie Aminosäuren enthalten. Diese werden im menschlichen Körper für die Bildung wichtiger Stoffwechsel-Zwischenprodukte und damit für ein reibungsloses Stoffwechselgeschehen benötigt. Mit einem Anteil von 50-85 % ist Prolin die am stärksten vertretene Aminosäure. Sie unterstützt die Bildung des roten Blutfarbstoffes. Acetylcholin: Acetylcholin ist eine Stickstoffverbindung, welche sich günstig auf die Herztätigkeit auswirkt. Sie vermindert die Herzschlagzahl, erweitert verengte Herzkranzgefäße und hat somit blutdrucksenkende und herzschützende Wirkung. Säuren: Honig enthält zahlreiche organische Säuren, welche anregend auf den Appetit und die Verdauung wirken. Die verdauungsfördernde Wirkung des Honigs ist jedoch nicht nur auf die Säuren, sondern auch auf den Gehalt an Pollen sowie an Kalium und Acetylcholin zurückzuführen. Pollen: Blütenhonige enthalten kleine Mengen Pollen. Blütenpollen regen die Verdauung an und aktivieren das Immunsystem des Darmes. Aromastoffe: Über 120 Aromastoffe konnten bisher im Honig nachgewiesen werden. Sie sind für den unterschiedlichen Geschmack und Geruch der verschiedenen Honigsorten verantwortlich. Sie regen Appetit und Verdauung an und stimulieren das Immunsystem.
Nicht in jeder Region kann der Imker alle Honige anbieten, da die Ernte von Sortenhonigen nur in jenen Gebieten möglich ist, wo die Trachtpflanzen vorkommen! Jeder gute Honig wird früher oder später fest, d.h. er kristallisiert. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, der den Wert des Honigs bestätigt. Kristallisierter Honig kann durch vorsichtiges Erwärmen (nicht über 40°C) im Wasserbad wieder verflüssigt werden.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||